Doppelte Abiturjahrgänge in Deutschland
Die Landesregierungen in Deutschland haben entschieden, dass in Zukunft das Abitur in 12 Schuljahren und nicht wie bisher in 13 Jahren erreicht wird. Dies wird auch achtjähriges Gymnasium, G8 oder Gy8 genannt. Als Hauptgrund wird aufgeführt, dass die Schulzeit in Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern länger dauert und somit ein Einstieg in den Beruf oder Studium erst später möglich ist. Die Umstellung der Bundesländer erfolgt in einer Zeitspanne von 2007 bis 2016 (siehe zeitliche Aufstellung in Tabellen unten).
Diese Umstellung haben in den Bundesländern doppelte Abiturjahrgänge zur Folge, d. h. in einem Jahr werden Abiturientinnen und Abiturienten des G9 (Abitur nach 13 Schuljahren) und des G8 die Gymnasien verlassen. Die Regierungen der Bundesländer, Wirtschaftsverbände und die Unternehmen haben sich hierauf mit entsprechenden Maßnahmen vorbereitet, um in den Hochschulen und in den Unternehmen genügend Studien- bzw. Ausbildungsplätze zur Verfügung zu stellen.
Übersicht der betroffenen Bundesländer
(alphabetische Sortierung)
Bundesland | Abschluss der Umstellung |
Baden-Württemberg | 2012 |
Bayern | 2011 |
Berlin | 2012 |
Brandenburg | 2012 |
Bremen | 2012 |
Hamburg | 2010 |
Hessen | 2013 |
Mecklenburg-Vorpommern | seit 2008 (1949-2001) |
Niedersachsen | 2011 |
Nordrhein-Westfalen | 2013 |
Rheinland-Pfalz | 2016 |
Saarland | 2009 |
Sachsen | 1949 |
Sachsen-Anhalt | seit 2007 (1949-2000) |
Schleswig-Holstein | 2016 |
Thüringen | 1949 |
Quelle: Wikipedia
Nach Kriegsende wurde in der DDR das Abitur weiterhin nach 12 Jahren abgelegt. Nach der Wende hielten nur Sachsen und Thüringen dieses System bei, die anderen Länder führten das 13-jährige Abitur ein.
Übersicht der betroffenen Bundesländer
(Sortierung nach Abschluss der Umstellung)
Bundesland | Abschluss der Umstellung |
Sachsen | 1949 |
Thüringen | 1949 |
Sachsen-Anhalt | seit 2007 (1949-2000) |
Mecklenburg-Vorpommern | seit 2008 (1949-2001) |
Saarland | 2009 |
Hamburg | 2010 |
Bayern | 2011 |
Niedersachsen | 2011 |
Baden-Württemberg | 2012 |
Berlin | 2012 |
Brandenburg | 2012 |
Bremen | 2012 |
Hessen | 2013 |
Nordrhein-Westfalen | 2013 |
Rheinland-Pfalz | 2016 |
Schleswig-Holstein | 2016 |
Quelle: Wikipedia
Wie viele zusätzliche Abiturienten werden pro Jahr erwartet?
Bundesland | Abschluss der Umstellung | Abiturienten plus (gegenüber Vorjahr) |
Hamburg | 2010 | 4.630 |
Bayern, Niedersachsen | 2011 | 59.900 |
Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Bremen | 2012 | 33.500 |
Nordrhein-Westfalen, Hessen 1. Etappe | 2013 | 59.500 |
Hessen 2. Etappe) | 2014 | 2.900 (gegenüber 2012) |
Schleswig-Holstein | 2016 | 8.310 |
Quelle: www.fokus.de
Hier der Artikel zum Nachlesen: Doppelte Abi-Jahrgänge
In Hessen erfolgt die Umstellung auf G8 in Etappen, d. h. einige Gymnasien und kooperative Gesamtschulen haben im Schuljahr 2004/2005 mit G8 begonnen, die restlichen Gymnasien und kooperative Gesamtschulen folgten in den Schuljahren 2005/2006 und 2006/2007.
Quelle: Landesportal Hessen
Unter folgenden Internetseiten können Sie weitere Informationen zu diesem Thema finden:
- Homepage der Kultusminister Konferenz
- 3. Bildungsbericht 2010 (Herausgeber: Autorengruppe Bildungsberichterstattung im Auftrag der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland und des Bundesministeriums für Bildung und Forschung)
- Homepage der Bundesagentur für Arbeit
- Informations-Flyer der Bundesagentur für Arbeit
- Informationen zum Abitur nach 12 Jahren bei Wikpedia
- Artikel zum Ausbildungspakt 2010 vom 01.02.2011
- Die Hochschulen der Länder reagieren auf die doppelten Abiturjahrgänge mit dem Angebot von zusätzlichen Studienplätzen und investieren in zusätzliches Personal und Räumlichkeiten. Dieser Ausbau ist im Hochschulpakt 2020 festgelegt. Näheres hierzu finden Sie in diesem Artikel auf der Homepage des Bundesministerium für Bildung und Forschung
Im Jahr 2011 verlassen in den Bundesländern Bayern und Niedersachsen die doppelten Abiturjahrgänge die Gymnasien. 2012 folgen die Bundesländer Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, und Bremen. In Nordrhein-Westfalen wird 2013 die doppelten Abiturjahrgänge die Schulen verlassen. Wie diese Länder auf die Umstellung reagieren, finden Sie hier:
2013
2012
2011
Wir sind daran interessiert, von Ihnen zu erfahren, wie Ihr Unternehmen diese Veränderungen erlebt! Schreiben Sie uns!
Maßnahmen in Nordrhein-Westfalen (NRW)
In Nordrhein-Westfalen werden 2013 die Jahrgänge G8 und G9 die Schulen verlassen. Welche Maßnahmen hierfür getroffen werden, finden Sie hier.
Maßnahmen der Schulen
- Die Schülerinnen und Schüler des G8 und des G9-Jahrgangs haben in der Oberstufe die gleichen Lehrpläne und schreiben das gleiche Abitur.
Für G8-Schülerinnen und G8-Schüler werden Vertiefungskurse angeboten. - Der Jahrgang G8 wird in der Oberstufe intensiv betreut. Es finden regelmäßige Gespräche zwischen der Schüler- und Lehrerschaft statt.
- Lehrerinnen und Lehrer wurden auf die neue Situation gut vorbereitet.
- folgende Broschüren des Ministeriums für Schule und Weiterbildung geben einen guten Ein- und Überblick über die Maßnahmen, die für die Schulen getroffen wurden:
- "Das achtjährige Gymnasium in Nordrhein-Westfalen"
- "Die gymnasiale Oberstufe an Gymnasien und Gesamtschulen in Nordrhein-Westfalen" - Auf der Homepage des Schulministeriums von NRW finden Sie ausführliche Informationen
Maßnahmen der Hochschulen
- Bis 2015 Schaffung von 90.000 zusätzliche Studienplätze mit finanziellen Mitteln aus dem Hochschulpakt II
- Bis 2015 werden insgesamt 935 zusätzlichen Studienanfängerinnen und Studienanfängern in der Medizin aufgenommen.
- Mit einem Monitoring-Verfahren wird die Umsetzung des Studienplatzausbaus begleitet, so dass nur dort weitere Plätze geschaffen werden, wo es zweckmäßig ist.
- Auf der Seite des Ministeriums für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes NRW finden Sie, welche Maßnahmen die einzelnen Hochschulen für das Jahr 2013 treffen
- Übersicht der Studienplätze laut des Hochschulpakts
- Auf der Homepage des Schulministeriums finden Sie ebenfalls eine Übersicht der Maßnahmen, die die Hochschulen für den doppelten Abiturjahrgang geplant haben
Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen
- Homepage mit einer Rede der Ministerin, einer Übersicht der meistgestellten Fragen zu diesem Thema und die Beschreibung des Hochschulpakts.
- Eine Zusammenstellung der FAQs (meist gestellten Fragen)
- Presseinformation „Nordrhein-Westfalen gut auf doppelten Abiturjahrgang 2013 vorbereitet - Landesregierung beschließt Maßnahmenpaket für Schule, Hochschule und Ausbildung“ vom 24.05.2011
Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes NRW
Homepage mit Schul- und Hochschulprognosen und Maßnahmen für die Bereiche
- Schule
- Hochschule
- Ausbildung
- Jugendfreiwillgendienste
Landesausschuss für Berufsbildung Nordrhein-Westfalen
- Empfehlung zum „Doppelten Abiturjahrgang 2013 in NRW“ vom 05. März 2009
Pressemitteilungen
- „Maßnahmenpaket für doppelten Abi-Jahrgang verabschiedet“ in den Köln Nachrichten, 27.05.2011
- „Mehr Geld für Bildung“ in Bild.de, 19.05.2011
- „NRW stockt Studienkapazität um zehn Prozent auf“ in Ärzte-Zeitung.de, 06.05.2011
Maßnahmen in Bremen
Den doppelten Abiturjahrgang erwartet Bremen 2012!
Informationen finden Sie hier und unter Maßnahmen in Niedersachsen (siehe unten!).
Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen
Homepage mit Informationen für
Pressemitteilungen
- Ausbildungsportal auf der Homepage der Stadt Bremen mit.
Maßnahmen in Brandenburg
Brandenburg
In Brandenburg werden 2012 zwei Schülerjahrgänge das Abitur ablegen. Informationen hierzu finden Sie in den genannten Berichten und Flyers.
Landesregierung Brandenburg
- Bericht der Landesregierung vom 26.04.07 zum Doppelten Abiturjahrgang – Chancen frühzeitig nutzen mit den Schülerzahlentwicklungen vom Schuljahr 2004/05 bis 2013/14.
Ministerium für Bildung, Jugend und Sport
- Informationsflyer mit detaillierten Informationen zu den strukturellen und inhaltlichen Änderungen in der gymnasialen Oberstufe.
Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion Berlin-Brandenburg
- Sondernewsletter mit Informationen, welche Wege nach dem Abitur eingeschlagen werden können.
Maßnahmen in Berlin
In Berlin werden 2012 die doppelten Abiturjahrgänge ins Studium und in die Ausbildung entlassen. Eine Übersicht zu näheren Informationen finden Sie hier:
Maßnahmen der Schulen
- Die 11. Klasse, die auch speziell zur Vorbereitung der Realschüler auf die Qualifikationsphase dient, gibt es ab dem Schuljahr 2010/11 an Gymnasien nicht mehr.
- Umstellung der Lehrpläne: Es wurde darauf geachtet, dass weniger reine Wissensvermittlung aufgeführt ist, sondern mehr die Vermittlung von Fähigkeiten und Fertigkeiten.
- Der Unterrichtsstoff der Klasse 11, die es nicht mehr gibt, wird auf die Schuljahre 5 bis 10 verteilt.
- In der Oberstufe soll ein neuer Ergänzungskurs „Studium und Beruf“ angeboten werden. Der Kurs wird mit wöchentlich drei Stunden angeboten, kann freiwillig gewählt werden und soll von den Hochschulen beim Aufnahmeverfahren als Vorleistung anerkannt werden.
Maßnahmen der Hochschulen
- Bis 2012 stellen die Hochschulen 6.000 zusätzliche Studienplätze zur Verfügung. Staatliche und private Hochschulen können dann ca. 32.000 Studienanfänger pro Jahr aufnehmen. Die Senatsverwaltung stellt den Hochschulen hierfür mehrere Millionen Euro zum Ausbau zur Verfügung.
- Die Hochschulen bemühen sich die Beratungsangebote für Interessierte zu verstärken, um einem Abbruch des Studiums bzw. einem häufigen Wechsel des Studienfaches vorzubeugen.
- Es ist eine Veränderung der Zulassungsregeln an den Berliner Hochschulen vorgesehen für Minderjährige oder spezielle Härtefälle, die Berlin nicht verlassen können (sogenannte Minderjährigen-Quote).
Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung
- Homepage mit Informationen
- zum Gymnasium
- „nach der Schule“ - Informationen für Schülerinnen und Schüler sowie Eltern vom 07.10.10, in der die geplanten Maßnahmen der Schule und Hochschulen aufgeführt sind.
Pressemitteilungen der Senatsverwaltung
- Vergleichbare Leistungsstärke des Doppelten Abiturjahrgangs vom 12.01.2011
- Berlin macht sich fit für Abitur-Doppeljahrgang und Aussetzung der Wehrpflicht vom 01.02.2011
- Doppelter Abiturjahrgang 2012: Gespräch zum Stand der Vorbereitungen vom 21.02.2011
Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion Berlin-Brandenburg
- Sondernewsletter mit Informationen, welche Wege nach dem Abitur eingeschlagen werden können.
Pressemitteilungen
- Turbo-Abschluss Büffeln statt Bummeln in der Berliner Zeitung, 27.01.2010
- 1500 neue Studienplätze in Berlin in der Berliner Morgenpost vom 26.03.2011
- Die neuen Leiden der Berliner Abiturienten im Tagesspiegel vom 31.01.2011
- Doppelte Abi-Jahrgänge erschweren Zugang zum Wunschstudium auf der Homepage der Stadt Berlin vom 11.01.2010
TU Berlin
- Artikel auf der Homepage
Maßnahmen in Baden-Württemberg
2012 werden in Baden-Württemberg die „Doppelten Abiturjahrgänge“ die Schulen verlassen. Wie sich die Regierung, Unternehmen und Verbände auf die erhöhte Zahl an Studienanfängern und Auszubildenden einstellen, finden Sie hier:
Maßnahmen für G8- und G9-Abiturienten
- Die Jahrgänge G9 und G8 werden bereits auf der Kursstufe (nach Klasse 10)zusammengeführt, das ist im Schuljahr 2009/2010
- für beide Jahrgänge wird es im Jahr 2012 eine gemeinsame Abiturprüfung geben
Maßnahmen für die Hochschulen und Berufsakademien
- In einem Ausbauprogramm oder Masterplan „Hochschule 2012“ ist festgelegt, dass bis zum Jahr 2012 zusätzliche 16.000 Studienanfängerplätze eingerichtet werden
- „Ab dem Jahr 2012 sollen jährlich 150 Mio. Euro zur Sicherstellung des Studienplatzausbaus bereitgestellt werden“ (Quelle: Informationen zum Doppelten Abiturjahrgang 2012, Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport, Seite 6)
- Die Kampagne „Gscheit studiert – Studieninfo – B-W“ wurde im Juni 2007 von der Landesregierung gestartet mit Maßnahmen und Studieninformationen, z. B. www.studieninfo-bw.de
- Erhöhung der Wohnplätze durch die Studentenwerke mit Unterstützung des Landes
Weitere Informationen vom Ministerium für Kultus, Jugend und Sport
- Informationen zum Doppelten Abiturjahrgang 2012 vom Ministerium
- Homepage mit einer Pressemitteilung
- Antrag der Fraktion der SPD und Stellungnahme des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport zum Thema „Doppelten Abitur-Jahrgang 2012 nicht zum Sparmodell machen“ vom 03.07.09
Weitere Informationen vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst
- Homepage mit Informationen, Zahlen und Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Thema Hochschule 2012
Weitere Informationen von der Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion Baden-Württemberg
Informationen von Eltern-Initiativen
- Informationen mit Darstellung der Situationen, Schwierigkeiten und Chancen des Abiturjahrgangs 2012 vom Netzwerk Baden-Württemberg Abschlussjahrgang 2012 des GEB
- Eine Präsentation von einem Arbeitskreis des Gesamtelternbeirats Friedrichshafen
- Homepage von einer Eltern-Initiative der südbadischen Gymnasien
Wie sich die Hochschulen auf den doppelten Abiturjahrgang einstellen, finden Sie auf den entsprechenden Homepages der Universitäten.
Maßnahmen in Bayern
In Bayern werden 2011 die doppelten Abiturjahrgänge die Gymnasien verlassen. Welche Maßnahmen für die G9-Absolventen getroffen wurden, finden Sie hier:
Maßnahmen für G9-Abiturienten
- vorgezogenes G9-Abitur, damit Entlassung vom Gymnasium am 02.05.11 und Studienbeginn zum Sommersemester 2011 möglich
- Kürzung des Lehrplans (letzte G9-Abiturprüfung ca. 6 Wochen früher als bisher)
- Reduzierung der Zahl der Klausuren im Leistungskurs 1. Halbjahr der 13. Klasse
- „Bewerbungszeugnis“ Ende 1. Halbjahr der 13. Klasse (enthält die Leistungen der Halbjahre 12/1 und 13/1 sowie eine vorläufige, fiktive Gesamtnote) als Nachweis für eine vorläufige Einschreibung sowie Teilnahme an Eignungsfeststellungsverfahren zum Sommersemester 2011
- Schnittstellenregelung bei Rücktritten ins G8 (Übertritt in die Jahrgangstufe 10 oder 11 des achtjährigen Gymnasiums, gelten nicht als Wiederholungsschüler)
- Zentraler Nachtermin Anfang September 2011 (letztmalige Möglichkeit, die Prüfung in der Version des neunjährigen Gymnasiums abzulegen)
- „Günstigkeitsklausel“ = Die Note in der Klausur, die die Schüler im ersten Halbjahr der 13. Klasse in ihren beiden Leistungskursen schreiben, zählt im Verhältnis zu den mündlichen Noten entweder doppelt oder einfach - je nachdem, wie es für den einzelnen Schüler am günstigsten ist. Anders als alle Jahrgänge vorher schreibt der letzte G9-Jahrgang im ersten Halbjahr der Abschlussklasse nur eine einzige Klausur statt zwei.
Maßnahmen der Hochschulen
- Zahl der Studienanfänger in Bayern im Jahr 2011 bis zu 76.000
- bis zum Jahr 2013 stellt Bayern rund eine Milliarde Euro für die Hochschulen zur Verfügung für zusätzliche Personalstellen und Sachkosten
- bis 2011 werden schrittweise 38.000 zusätzliche Studienplätze an den bayerischen Universitäten und Fachhochschulen zur Verfügung gestellt.
- Mehrere Millionen Euro werden für den räumlichen Ausbau der Hochschulen bereitgestellt.
Angebote für G9-Absolventinnen und –Absolventen:
- Beginn des Sommersemesters am 2. Mai 2011
- „Bewerbungszeugnis“ (Noten von 12/1 und 13/1), um einen Studienbeginn in Studiengängen mit Eignungsfeststellungsverfahren oder örtlichen Zulassungsverfahren zu ermöglichen
- studienvorbereitende Angebote (Brückenkurse, Praktika usw.) für zulassungsbeschränkte Studiengänge, in denen ein regulärer Studienbeginn im Sommersemester 2011 nicht möglich ist.
Weitere Informationen vom Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus
- Homepage des Bayerischen Gymnasialnetzes mit Informationen zum Abitur 2011, Studium, Ausbildung und Antworten zu häufig gestellten Fragen zu diesem Thema
- Präsentation
- Handout
- Pressemitteilung
Weitere Informationen des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst
- Homepage „studieren in bayern“ mit Informationen zum Abiturjahrgang 2011 und Fragen und Antworten zum doppelten Abiturjahrgang 2011
- Zahlen und Grafiken
- Präsentation
Weitere Informationen aus dem Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft e. V. (bbw) und der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. (vbw):
Schriftliche Anfrage an den Bayerischen Landtag zum Doppelten Abiturjahrgang
Weitere Informationen für G9-Absolventen stellen die Hochschulen auf Ihren jeweiligen Homepages zur Verfügung.
Maßnahmen in Niedersachsen
In Niedersachsen verlassen im Jahr 2011 Abiturientinnen und Abiturienten nach 9 bzw. 8 Jahren das Gymnasium. Auf diesen doppelten Abiturjahrgang hat sich Niedersachsen in den Bereichen Studium und Ausbildung vorbereitet. In diesem Artikel finden Sie nähere Informationen.
Maßnahmen zur Berufs- und Studienwahlorientierung
Landesregierung und Bundesagentur für Arbeit entwickeln Maßnahmen zur Berufs- und Studienwahlorientierung, wie z. B.
- „Tage der Studien- und Berufswahlorientierung“ in Schulen mit entsprechenden inhaltlichen Modulen
- Lehrerfortbildungen mit Kursen, in denen Inhalte und Methoden für die Studien- und Berufswahlorientierung angeboten werden
Maßnahmen für die Hochschulen
- Schaffung von 11.210 zusätzlichen Studienanfängermöglichkeiten bis zum Jahr 2010 in Niedersachsen. Weitere Studienanfängermöglichkeiten werden bis zum Jahr 2015 geschaffen. Weitere Informationen über die einzelnen Hochschulen finden Sie unter www.studieren-in-niedersachsen.de. Auf den Homepages der Hochschulen werden Interessierte über Zahlen und Maßnahmen zum doppelten Abiturjahrgang informiert, wie
z. B. auf den Seiten der Universität Göttingen und der Universität Osnabrück.
Maßnahmen für die Ausbildung
- Mentoren und Berufspraktiker geben Informationen und kostenlose Materialien an Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte und Erziehungsberechtigte weiter, um über Ausbildungsberufe zu informieren
- Unternehmen werden über die Möglichkeit von dualen Studiengängen informiert
- Unternehmen werden von den entsprechenden Kammern und Verbänden dazu aufgefordert, Abiturienten eine zweijährige Ausbildung anzubieten
- Angebote für Ausbildungs- und Praktikumszeiten im Ausland werden geschaffen
- Unternehmen bemühen sich, allen Schulabsolventinnen und – absolventen Ausbildungsplätze anbieten zu können
Die aufgeführten Maßnahmen finden Sie im Niedersächsischen Aktionsplan zur Verbesserung von Studien- und Ausbildungschancen 2011 und 2012.
Weitere Informationen
von der Landesregierung Niedersachsen:
- Broschüre „Ein starker Jahrgang, Fragen und Antworten zu Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten in Niedersachsen 2011“ mit Internetadressen zu Info-Portalen und Universitäten/Hochschulen im Serviceteil
vom Niedersächsischen Kultusministerium:
- Homepage des Ministeriums mit weiterführenden Internetadressen
- Broschüre „Meine Chance 2011, Perspektiven für Ausbildung und Studium“
- Homepage des Niedersächsischen Bildungsservers mit einem Beitrag vom Niedersächsischen Kultusministerium und der Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen
von der Bundesagentur für Arbeit:
- Homepage der Bundesagentur für Arbeit mit weiterführenden Internetadressen für Studien- und Ausbildungsinteressierte, Eltern und Lehrer
von Industrie- und Handelskammern:
- Pressemitteilung des Niedersächsischen Industrie- und Handelskammertags
- Zahlen auf der Homepage der IHK Lüneburg
- Informations-Flyer für Unternehmen „Doppelter Abiturjahrgang 2011 in Niedersachsen“ der IHK Oldenburg
von Verbänden:
- Eine Erklärung zum doppelten Abiturjahrgang 2011 von NiedersachsenMetall und der IG Metall Bezirksleitung Niedersachsen
- Ein Artikel zu diesem Thema
Artikel zu diesem Thema
- in der Hannoverschen Allgemeinen vom 7. Oktober 2010
- kritischer Artikel auf der Homepage des Deutschen Philologenverbandes vom 8. November 2010
- auf der Homepage von bildungsklick.de vom 10.01.2011
Fachkräfte gewinnen und binden: Ideen von A(zubi-Marketing) bis X(ing)
In der Broschüre For.Bild Report 2011 stellt die IHK-Forschungsstelle Bildung anhand von Best-Practice-Beispielen vor, wie kleine und mittlere Unternehmen erfolgreich Fachkräfte gewinnen und an sich binden. Die Bandbreite der dargestellten Strategien und Maßnahmen reicht vom Azubi-Marketing, das auch Schüler mit schlechteren Noten einbindet, über die Entwicklung von Führungspersönlichkeiten mit Hilfe externer Berater bis hin zur Nutzung der sozialen Netzwerke des Web 2.0. Die Praxisbeispiele werden zudem durch Tipps und Checklisten ergänzt.
Fachkräftemangel bekämpfen – Wettbewerbsfähigkeit sichern
Ein Thema für die Assekuranz?
Deutschland benötigt eine Gesamtstrategie zur Fachkräftesicherung, um auch künftig den Bedarf an Fachkräften decken zu können. Der Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) Prof. Dr. Dieter Hundt sagt dazu: „Nur wenn sich auf allen zentralen Handlungsfeldern zur Fachkräftesicherung zügig und gleichzeitig etwas bewegt, können Arbeitsplätze und Wohlstand in Deutschland dauerhaft gesichert werden.“ Die BDA hat eine Broschüre mit Handlungsempfehlungen zur Fachkräftesicherung in Deutschland herausgegeben. Darin werden die notwendigen Schritte aufgezeigt, um vorhandene Potenziale besser zu nutzen, Potenziale konsequent zu entfalten und zusätzliche Potenziale zu schaffen.
Der Arbeitgeberverband der Versicherungsunternehmen in Deutschland (AGV) hat an der BDA-Publikation mitgewirkt, denn die Fachkräftesicherung ist auch eine Voraussetzung für die Zukunftsfähigkeit der Assekuranz. AGV und BWV haben das Thema Fachkräftemangel und Konsequenzen für die betriebliche Weiterbildung bereits 2010 in der gemeinsamen Weiterbildungsumfrage der Versicherungswirtschaft aufgegriffen und die Versicherungsunternehmen dazu befragt.
23 % der teilnehmenden Unternehmen erwarten innerhalb der nächsten fünf Jahre erhebliche Belastungen durch einen Engpass an Fachkräften. Ein großer Teil dieser Unternehmen sieht in der innerbetrieblichen Weiterbildung eine effektive Maßnahme gegen den drohenden Fachkräftemangel. Die Versicherungsunternehmen, die für ihr Haus nicht mit Belastungen rechnen (ebenfalls 23 %), begründen dies mit Rationalisierungsmaßnahmen in der Branche und setzen auf die eigene Ausbildung von Fachkräften.
BWV kämpft für Gleichstellung der Branchenabschlüsse in der Verordnung über den Einsatz von Mitarbeitern in der Anlageberatung, als Vertriebsbeauftragte und Compliance-Beauftragte“ (WpHGMaAnzV) (Kopie 1)
Mit der „Verordnung über den Einsatz von Mitarbeitern in der Anlageberatung, als Vertriebsbeauftragte und Compliance-Beauftragte“ möchte das Bundesfinanzministerium die erforderliche Sachkunde für die in der Anlageberatung tätigen regeln.
Im § 4 des Verordnungsentwurfs findet sich eine Aufstellung von Berufsqualifikationen oder deren Nachfolgeberufe, die als Nachweis der erforderlichen Sachkunde anerkannt werden sollen. Hier finden sich u.a. der Bank- oder Sparkassenkaufmann oder auch der Fachberater für Finanzdienstleistungen (IHK), der Fachwirt für Finanzberatung, der Investmentfachwirt und der Bankfachwirt.
Die Ausbildung unserer Branche zum Kaufmann für Versicherung und Finanzen oder die erst 2006 neu geordnete Anschlussfortbildung gemäß Berufsbildungsgesetz, unser Fachwirt für Versicherungen und Finanzen fehlen.
Dies zu ändern hat sich das BWV, der Bildungsverband der Versicherungswirtschaft, im Interesse der Branche und der Absolventen dieser Qualifikationen zur Aufgabe gemacht.
Neben einer formalen Stellungnahme über den GDV, haben wir auch unsere Kontakte in den für die Aus- und Fortbildung federführenden Ministerien, um ihre Unterstützung gebeten und gehen davon aus, dass unser begründetes und berechtigtes Anliegen in dieser Konsultationsrunde Berücksichtigung finden wird.



